Denn welchem viel gegeben ist

Luk. 12:48 Denn welchem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und welchem viel befohlen ist, von dem wird man viel fordern.

Und gegeben ist uns viel, meine Brüder und Schwestern, in all den Jahren, die wir mit Gott und in Gott verbracht haben. Ob wir es verstehen oder nicht, uns damit einverstanden erklären oder nicht, ob wir es aufnehmen oder nicht, aber wenn wir von Gott etwas erhalten, nehmen wir automatisch auch die Verantwortung sor Gott ihn für das Erhaltene Rechenschaft abzulegen.

Es ist paradox und auch schmerzvoll, dass wir in eine Lebenschiene fahren, die unter der Flage der Verantwortungslosigkeit und Straflosigkeit verläuft. Es ist paradox, dass ein frisch bekehrter Christ, der erst gestern die Entscheidung getroffen hatte, Gott zu dienen und gegen seine alte Lebensprinzipien zu handeln, – dass so ein Mensch, der nicht mal richtig versteht, wass Dienst für Gott ist, manchmal so viel Respekt vor Gott und allem was Gottes ist hat, dass er es sich nicht erlaubt, zu entspannen während er IHM folgt und auch nur die kleinste Chance zu verpassen IHM zu dienen. Er nimmt es ernst und mit großer Ehrfurcht. Und mehr noch – er erwartet es auch von allen anderen.

Paradox, aber wirklich ein Paradox besteht darin, dass die Zeit, die man im Gottes Haus verbringt aus irgendwelchen Gründen eine umgekehrte Wirkung hat. Statt im Dienst des Herrn stärker zu werden, suchen die Crhisten nach Rechtfertigungen für ihre Untätigkeit, Passvität und seinem verantwortungslosen leben gegenüber dem, was ihm vom Gott gegeben wurde. Somit werden sie unfruchtbar.

Geistige Fruchtlosigkeit ist die vertuschte Verführung! Die Mitgliedschaft im Körper Crhristi wird nicht durch meine bloße Anwesenheit, sondern durch meine Funktion bestimmt. Was genau mache ich im Leibe Christi. 

Apostel Paulus wunderte sich darüber: “Nach der Zeit müstet ihr bereits Lehrer sein, aber ihr müsst immer noch in Grundlagen des christlichen Lebens angewiesen werden.” Also die Zeit, die ihr in der Gemeinde verbracht habt, das gehörte Wort musste schon längst die Wirkung zeigen und euch zur Reife im Dienste zu führen, aber es ist gar nicht so. Es ist ganz umgekehrt – die Neubekehrten Menschen bringen dem Reich Gottes mehr Frucht als ihr, die längst in Gott verwurzelt seid.

Ich verstehe, meinde Geliebten, wovon ich spreche. Ich verstehe, wie stark es unseren Stolz und Selbstliebe trifft, denn es trifft und richtet auch mich! Aber die Schrift sagt: “es ist besser, jetzt von unserem Gewissen gerichtet werden, als von Gott später.”

Wir können uns eigentlich lange von der Verantwortung verstecken, die Gott uns gegeben hatte. So lange, dass wir anfangen können zu glauben, dass es  genauso sein muss. Denn ALLE tun es doch auch so! Aber wenn wir im Gebet vor dem Gott kommen, treffen wir Ihn Angesicht zu Angesicht. Da gibt es keine “ALLE”, hinter derer Rücken wir uns verstecken können. Und Gott wird die Rechenschaft fordern – nicht von den Massen, sondern von jedem einzelnen von uns.

Denn welchem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und welchem viel befohlen ist, von dem wird man viel fordern.