Ich will mit LAUTEREM Herzen wandeln in meinem Hause.

Liebe Freunde,

im Buch Apostelgeschichte 14,5-10 gibt es eine interessante Geschichte.

8 Und ein Mann in Lystra saß da, kraftlos an den Füßen, lahm von seiner Mutter Leib an, der niemals umhergegangen war. Dieser hörte Paulus reden; als der ihn fest anblickte und sah, dass er GLAUBEN hatte, geheilt zu werden, 10 sprach er mit lauter Stimme: Stelle dich gerade hin auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher.

Als ich diese Geschichte gelesen habe, ist mir folgende Zeile aufgefallen „…ihn fest anblickte und sah“, hat ihn angesehen und sah! Wir werden noch auf diese Worte zurückkommen, denn ich glaube, sie tragen in sich eine wunderbare Quelle des Segens. Jetzt aber lasst uns kurz diesen Mann in Betracht ziehen „EIN Mann“.

Die Schrift beschreibt diesen Mann als einen mit einem harten Schicksal, der das „Glück“ des normalen Lebens nicht hatte, als einen Menschen, der sich am Rand der Gesellschaft befindet. Er hat nur wenige Freunde. Die Menschen schauen ihn mit Mitleid oder sogar Verachtung an. 

Es gibt viel Düsteres im Leben dieses Menschen. Es gibt keine Freude, Begeisterung oder Hoffnung auf eine Zukunft in seinem Leben, genauso wenig Abwechslung – ER IST GELÄHMT!

Dieser EINE Mann ist ein Bild für etwas, was in uns allen lebt. Er ist tief in uns drin, versteckt, aber lebendig. Im Leben von vielen von uns, gibt es etwas, was unser Leben mit Gott gelähmt hat. Etwas ist passiert, ein Zufall oder etwas, was uns angetan wurde oder mit uns gemacht wurde, etwas was wir selbst gemacht haben. Unsere Entscheidungen, Schritte. Falsche Wahl. Sünde. Ablehnung. Etwas, was uns an den Rand der Gesellschaft gedrängt und alles auf den Kopf in unserem Leben gestellt hat.

Dieser EINE Mann ist ein Bild für das, wie wir uns selbst sehen. Ein Bild für einen Haufen von Problemen in denen wir stecken, von unlösbaren Situationen. Etwas Ernsthaftes, was man nicht mehr ändern kann! Ein Bild für den Schmerz in uns, den wir nicht sehen, der pulsiert und quellt uns. Gebete, die nicht beantwortet und Prophetien, die nicht erfüllt wurden? Und so prägt dieses Bild unsere Weltanschauung. Wir nehmen alles als am Rand stehender Mensch wahr.

Und so saß dieser eine Mann und hörte dem Paulus zu, der zum Volk redete. Paulus, der über die große Gnade Gottes gesprochen hat, über die große Barmherzigkeit des Schöpfers, über die errettende Kraft des Kreuzes und den Glauben an Gott. Wovon konnte noch Paulus ein Zeugnis geben? Worüber außer Christus konnte er noch predigen? Uns so hat dieser „eine“ Mann dem Paulus zugehört, aufmerksam zugehört, und etwas hat sich angefangen, in ihm zu ändern. Er hat angefangen, die Dinge anders zu sehen.

Nun hört unser „EINE“ regelmäßig zu. Er hört die Worte aus der Schrift. Wenn wir die Bibel aufschlagen und darin lesen, wenn wir die Zeugnisse von Menschen hören, die über Sieg Gottes erzählen, wenn eine Predigt in unser Leben spricht. Dieser „Eine“ hört zu und hört vielen Quellen zu. Es gibt so viele Predigten, so viele Konferenzen, so Vieles, was wir uns anhören.

Es gibt noch eine Schriftstelle:

Matthäus 6, 22-23: „23Die Lampe des Leibes ist das Auge; wenn nun dein Auge klar ist, so wird dein ganzer Leib licht sein; 23 wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein“

Das Auge ist die Lampe für den Leib! Was bedeutet ein klares Auge? Wie ist das? Wie kann man das verstehen? Und überhaupt, wie beeinflusst all DAS, WAS ich anschaue, meinen inneren und ÄUSSEREN Zustand?

Die Schrift sagt, das Licht für den Leib sind die Augen – das heißt, all das, was wir anschauen, was wir sehen, was wir vor unsere Augen legen. Anders gesagt, wir treffen die Entscheidung, wo unser Blick fällt. Und diese Entscheidung bestimmt darüber, womit der ganze Leib und unser ganzes Leben gefüllt werden. Es entscheidet darüber, ob mein LEIB langfristig LICHT oder FINSTER sein wird.

In Psalm 101,2-3 sagt David:

„2 Ich will mit LAUTEREM Herzen wandeln in meinem Hause.3 Ich will KEINE HEILLOSEN DINGE (in einer anderen Übersetzung steht keine nutzlosen oder sinnlosen Dingen) ins Auge fassen;“ 

Das Auge rein zu halten – das heißt, eine WAHL darüber zu treffen, was man anschaut. SICH zu ENTSCHEIDEN, das nicht anzuschauen, was mich nicht aufbaut, wodurch der Glaube an Gott und sein Reich in mir nicht aufgebaut werden. Nicht anschauen, das, was sinnlos, was nutzlos ist und mich nicht aufbaut. NICHT ANSCHAUEN UND NICHT HÖREN das, was Gott in mir verletzt und sein Opfer kleiner macht. SICH VON SELBSTMITLEID FERNHALTEN UND VON DEM, WAS MEINEN GLAUBEN AN GOTT KLEINER MACHT!

Es ist so wichtig diesen Zusammenhang zu erkennen, den Zusammenhang zwischen unseren Augen und unserem Herzen, dem Inhalt unseres Lebens. Wichtig ist es zu verstehen, dass unsere Fruchtbarkeit im Dienst für Gott sehr, sehr oft mit unserer Entscheidung beginnt, unseren Blick vom SINNLOSEN weg und auf das Wertvolle – das Licht zu lenken! 

Wir sollten darauf bedacht sein, dass der Glaube in uns wächst und dass, man immer wieder über uns sagen kann – „IHN FEST ANBLICKTE UND SAH, dass er GLAUBEN hatte, geheilt zu werden“; „Stelle dich gerade hin auf deine Füße!“