Allen Geliebten Gottes, berufenen Heiligen!

Liebe Freunde,

die ganze Geschichte der Menschheit ist auf Epochen aufgeteilt. Jede Epoche zeichnet sich durch bestimme, nur für diese Epoche charakteristischen Eigenschaften aus. Das kann man gut beobachten, wenn man die Botschaft an die sieben Gemeinden aus dem Buch Offenbarung anschaut. Jede „Gemeinde“ repräsentiert zu einem bestimmten Grad die Prüfungen, durch die die heutige Gemeinde gehen wird.

Wenn die Schrift über die letzte Zeit oder ein bestimmtes Zeitalter spricht, das der Wiederkunft Jesu vorausgeht, so spricht sie über den „Krieg“, mit dem ein Gott hingegebenes Leben (ein Leben, das ausschließlich nach Gottes Wort geführt ist) konfrontiert wird.

Apostel Paulus warnt prophetisch vor „schweren Zeiten“, die in letzten Tagen kommen werden, die schwer für den Glauben, Reinheit der Lehre, für das Christentum, das sich dem Zeitgeist nicht angepasst hat, sein werden. An einer anderen Stelle sagt Paulus, dass in den letzten Tagen Menschen „nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt;“. Bezogen auf diese Zeit schreibt Paulus auch, dass genau in diesen Zeiten „manche vom Glauben abfallen werden“ – es wird die Zeit der „vielen Glaubensabfälle“ sein (interessant ist, dass dieses Wort „Abfall“ als „Antriebslosigkeit“ übersetzt wurde).

Die Schrift sagt aber auch, dass wenn „die Übertretung zugenommen hat, ist die Gnade überreich geworden“; „das Volk, das seinen Gott kennt, wird sich stark erweisen und entsprechend handeln.“. Jede Epoche, jedes Zeitalter, das es schon gab, gibt oder noch geben wird, stehen im Gottes Fokus und seinem Willen. Für jedes Zeitalter hat Gott seine Maß an Gnade, die Menschen, die Gott ehren, sich ermöglicht, stark zu erweisen und entsprechend zu handeln.

Die Schlüsselwörter, um diese übernatürliche Gottes Gnade in Wirkung zu erfahren, sind „die Gott ehren“ oder die, die sich von der Welt gelöst haben oder aus der Welt „ausgetreten“ und „in das Königreich Gottes eingetreten sind“. 

Römer 1,7: „Allen Geliebten Gottes, berufenen Heiligen in Rom: Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!“

Rom ist ein Bild für ein weltliches, säkulares Regierungssystem. Wenn man Rom über das Glas der Geschichte des ersten Jahrhunderts anschaut, kann man ganz klar ein System sehen, das in Sünden, Unzucht und Bosheit versunken ist. Alles Böse und Sündhafte galt als „Premiumklasse“, alles Reine galt als „Schrott“. Rom ist ein guter Vergleich mit der heutigen Welt, die um uns herum ist und uns mit der eigenen Meinung, mit eigenem Regierungs- und Wertesystem bedrückt.

Wir leben in diesem „Rom“ und die Schrift zeigt uns, wie Gott uns sieht und was Er von uns erwartet. An der ersten Stelle hebt Paulus hervor, wie Gott zu uns steht und uns als „geliebte Gottes“ anspricht. Paulus, der vom Heiligen Geist inspiriert wurde, schreibt die Worte, die wie ein „Antibiotikum“ dem unsichtbaren Druck standhalten, dem Drück durch die gläubigen Menschen durchgehen – die Zweifel, dass Gott sie immer noch liebt.

Abgeknickte Sicherheit in Gottes Liebe ist wie ein Tropfen Wermut im Freudenbecher und dämmt Eifer vieler treuer Gottesdiener, die in der von Toleranz durchtränkten Welt leben. Darum zeugt Paulus, der von Gott inspiriert wurde, den Bewohnern von Rom, dass es wichtig ist, sich daran zu erinnern, dass Gott Menschen liebt, die Er berufen hat. GOTT HAT UNS BERUFEN, WEIL ER UNS GELIEBT HAT. Liebe kam vor Berufung. Gott hat alle diese wichtigen Entscheidungen getroffen, bevor Zeit existierte. Nur wenn wir Seinen Ruf hören, kommen wir in unsere Berufung und bleiben dort.

Berufenen Heiligen“ – es ist erstaunlich, wie viel Freimut und Ehrfurcht in das Herz und den Glauben eines Menschen kommt, wenn er anfängt, sich genauso zu sehen, wie ihn Gott sieht. Wenn Gott jemanden als „berufener Heiliger“ nennt, heißt das, dass es auch tatsächlich so ist, ob wir es sehen oder nicht, akzeptieren es oder nicht. Letztendlich werden wir alle zu diesem Nenner kommen. Und je schneller wir unsere Weltanschauung an Sein Wort anpassen, desto schneller finden unsere Seelen Ruhe.

Gott hat uns in Seine Heiligkeit berufen. Durch Jesus sieht Er uns als heilig und gleichzeitig erwartet Er von uns eine äußere und innere Reaktion auf diese Berufung. Er erwartet, dass Seine Berufung in die Heiligkeit eine Handlung in uns hervorruft, die diese Berufung bestätigen und bezeugen würde. Er hat uns berufen, aus der Welt auszutreten und in Sein Königreich hineinzutreten, das heißt, so zu leben, dass alle Seine Heiligkeit in uns sehen.

Deswegen sagt Paulus weiter Folgendes: „Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!“. Gnade ist ein unverdientes Wohlgefallen Gottes –  endlose Kraft Gottes; Seine Macht; Seine Ressourcen; die als Ziel die Verherrlichung von Jesus Christus und Unterwerfung vom allem unter Seine Füße haben.

Wenn Apostel Paulus die gläubigen Römer anspricht, zeugt er von der unveränderlichen Liebe Gottes, Berufung, die für sie immer noch aktuell ist, und dass egal was um sie herum und in innen drin gerade passiert, Gott sie als heilig sieht und ihnen alle Ressourcen (Gnade) geschenkt hat, damit sie weiterhin Gott dienen und in ihrer Berufung bleiben.

Und dass wenn wir uns auf Seine unveränderliche Liebe, Seine Berufung heilig zu sein und Seine Gnade stützen, wird Sein Frieden in unseren Herzen herrschen und jeden Sturm in unserem Herzen oder Verstand beruhigen.

Jeder von uns lebt in seinem „Rom“ und Gott begrüßt jeden von uns mit folgenden Worten: „Allen Geliebten Gottes, berufenen Heiligen in Rom: Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!“

Lasset uns im Laufe dieser Woche Gott im Gebet für Seine endlose und bedingungslose Liebe, unerschöpfliche Gnade und den Frieden Gottes, der allen Verstand übersteigt, danken.

Nur, wenn wir unseren Blick von dem, was die Menschen tun, auf das, was Gott sagt, wenden, werden wir in der Lage sein, Gott zu dienen und Menschen mit der Kraft und Gnade zu lieben, die Gott uns in Jesus versprochen hat.

Sascha R